www.natural-cell-energy.com/de

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Allergie - wenn das Immunsystem überreagiert

Roter juckender Hautausschlag, laufende Nase, Hustenanfälle – all dies sind Symptome einer Allergie. Die Anzahl der Allergiker nimmt in den Industrieländern, also auch in Deutschland von Jahr zu Jahr zu. Schätzungen zu Folge leiden etwa 10 Prozent der Bevölkerung unter Allergien. Bis zur Pubertät sind 25 bis 30 Prozent aller Kinder davon betroffen.

 

Die Suche nach der auslösenden Substanz kann schwierig und langwierig sein. Verschiedene Organe können von einer Allergie betroffen sein.

alt

 

Was ist eine Allergie?

Eine Allergie ist eine übersteigerte Reaktion des Immunsystems auf bestimmte Stoffe, die als Allergene oder Antigene bezeichnet werden. Da das Immunsystem bei der Allergie eine große Rolle spielt, sind Kenntnisse über das Immunsystem des Körpers eine Voraussetzung, um die Mechanismen allergischer Reaktionen und die Anwendung der Zell-Vitalstoffe verstehen zu können.

 

Überblick Immunsystem

Das Immunsystem besteht aus einer Reihe unterschiedlicher angeborener und erworbener Abwehrmechanismen gegen Krankheitskeime, Fremdstoffe (Antigene) oder entartete Zellen. So besteht ein gewisses ”Konfliktpotential”, das in Überreaktionen wie den Allergien oder so genannten Autoimmunkrankheiten ausarten kann. Haben artfremde Stoffe oder Krankheitserreger die natürliche Barriere des Körpers (Haut, Schleimhaut) überwunden, greifen unspezifische und spezifische Abwehrmechanismen ein. An beiden Formen sind zelluläre und humorale Faktoren beteiligt. Zellulär bedeutet, dass die Abwehr durch Zellen erfolgt. Humoral heißt nichts anderes, als dass spezielle Eiweiße wie Enzyme in
der Körperflüssigkeit und in den Zellen vorhanden sind.

Die unspezifische Abwehr ist in der Lage, bereits beim ersten Kontakt den Fremdstoff oder Erreger durch Fresszellen und Enzyme unschädlich zu machen. Die spezifische Abwehr wird auch immunvermittelte Reaktion genannt und stellt einen weiteren wirkungsvollen Schutz dar. Sie wird jedoch erst nach einer gewissen Zeit (Latenzzeit) nach dem erstmaligen Kontakt tätig. An dieser immunvermittelten Reaktion sind in erster Linie Fresszellen (Makrophagen), Antikörper sowie spezielle weiße Blutkörperchen (B- und T-Lymphozyten) beteiligt.

 

Immunsystem erkennt Fremdstoffe

Stoffe und Zellen werden aufgrund ihrer Oberfläche vom Immunsystem als fremd erkannt und das Immunsystem reagiert mit der Bildung von Antikörpern (Immunglobulinen). Diese Eiweißstoffe haben die besondere Fähigkeit, sich an die Fremdkörper anzudocken (Antigen-Antikörper-Komplex). Der Komplex aktiviert die Bildung weiterer Eiweißstoffe, die die Fremdsubstanz direkt zerstören oder signalisiert spezialisierten Immunzellen, dass sich ein Fremdstoff im Organismus befindet. Diese Zellen zerstören dann den Antigen-Antikörper-Komplex. Spezifische
Abwehrvorgänge führen in der Regel zur Immunität. Das heißt, ein bestimmter Fremdstoff wird nach dem Erstkontakt noch jahrelang danach
erkannt und der Körper ist unempfindlich. Das unspezifische Immunsystem verfügt über kein immunologisches Gedächtnis, ist dafür aber viel schneller als das spezifische System. Die Abwehrreaktion gleicht Entzündungsprozessen im Körper.

 

Antikörper bei Allergien

Ein spezieller Antikörper, das Immunglobulin E (IgE), ist auf die Abwehr von Wurminfektionen und Allergenen spezialisiert. Es spielt bei über 90 Prozent aller allergischen Prozesse eine wichtige Rolle. IgE stammt aus dem Lymphgewebe, das in der Nähe der Atemwege und des Verdauungstraktes liegt. Von dort aus gelangt es ins Blut. Dies ist auch der Grund, warum insbesondere die Schleimhäute von Darm, Augen, Nase, Bronchien und Haut zu heftigen Reaktionen neigen. Kommen Allergene auf der Haut und den Schleimhäuten mit IgE in Berührung, bewirkt IgE die Ausschüttung von Vermittlerstoffen, die eine Entzündungsreaktion hervorrufen. Diese Stoffe werden Mediatoren (Vermittler) genannt.

 

Histamin

Histamin ist einer der bekanntesten Vermittler der allergischen Reaktion und Entzündung. Histamin bewirkt:

  • Erweiterung und Erhöhung der Durchlässigkeit der kleineren Blutgefäße
  • Verkrampfung (Kontraktionen) der großen Blutgefäße und der glatten Muskulatur (z. B. Bronchialmuskeln der Lunge)
  • Steigerung der Magensäuresekretion
  • Erhöhung der Herzfrequenz

alt

 

Allergene

Prinzipiell kann jeder Stoff zum Auslöser einer überschießenden Abwehrreaktion (Allergie) werden. Bei den meisten Allergenen handelt es
sich jedoch um Eiweiße tierischer oder pflanzlicher Herkunft (Ausscheidungen von Milben, Pilzsporen, Pollen). Aber auch synthetische
Stoffe wie Medikamente, Duft- und Konservierungsstoffe können eine Allergie auslösen.

alt

 

Krankheitsformen

Allergien können an unterschiedlichen Organen in Erscheinung treten. Oftmals sind mehrere Organe gleichzeitig von der Allergie betroffen. Die
allergischen Symptome gleichen einer Entzündung. Die Beschwerden treten meistens so lange auf, wie die auslösenden Faktoren im Körper vorhanden sind. Allerdings können auch chronische Entzündungen, Asthma bronchiale oder dauerhafte Organschäden auftreten. Die schwerste Ausprägung einer allergischen Reaktion ist ein Kreislauf-Zusammenbruch (anaphylaktischer Schock). Er ist eine extreme Reaktion des Immunsystems und führt zu Komplikationen, die innerhalb weniger Minuten zu Atem- und Kreislaufstillstand führen können. Auslöser sind u. a. Penicillin, Insektengifte oder Nahrungsmittel.

 

Reaktionstypen

Allergien werden in Reaktionstypen unterteilt. Die Pathologen Coombs und Gell beschreiben vier Typen allergischer Reaktionen, die auch als
Mischformen auftreten können. Diese vier Reaktionstypen sind prinzipiell normale Reaktionen des menschlichen Immunsystems.

 

Diagnose

Nach vorsichtigen Schätzungen ist für 20.000 Substanzen eine allergieauslösende Wirkung bekannt. Die Suche nach der auslösenden Substanz bei einem Allergiker kann daher schwierig und langwierig sein. Die Diagnosestellung ist sehr aufwendig und erfolgt in Stufen. Sie beinhaltet eine
Erhebung der allergologischen Krankheitsvorgeschichte (Anamnese), einen Haut- und Bluttest sowie Diätmaßnahmen und Provokationstestungen.

 

Risikofaktoren

Einige Typen der Allergien die familiär gehäuft auftreten, werden auch atopische Krankheiten genannt. Dazu gehören Asthma, Neurodermitis und
Heuschnupfen. Die krankheitsbegünstigende Veranlagung (genetische Prädisposition) beeinflusst in hohem Maße, ob ein Kind eine atopische
Krankheit bekommt. Wenn beide Elternteile eines Kindes erkrankt sind, liegt sein Risiko bei etwa 50-70 Prozent. Bei einigen Allergien spielt das Alter beim ersten Allergenkontakt eine wichtige Rolle für das Risiko, eine Allergie zu entwickeln Auch das Rauchen der Mutter während der Schwangerschaft, frühkindliche Infektionen und psychosoziale Faktoren (z. B. Stress) sind für das Auftreten von Allergien verantwortlich.

 

Herkömmliche Therapie

Die Behandlung beginnt bereits mit dem Meiden jeglichen Allergenkontaktes. Bei verschiedenen Allergenen, wie Pollen oder Hausstaub, ist
dieses für viele Patienten allerdings kaum möglich. Die medikamentöse Behandlung dient der Linderung, das heißt sie bekämpft die Symptome und nicht die Ursache der Erkrankung. Angewendet werden vor allem Mittel, die Histamin hemmen (Antihistaminika) und die Entzündungsreaktionen unterdrücken (Kortison). Glukokortikoide (Kortison) sollten wegen ihrer Nebenwirkungen bei Langzeitanwendung (wie z. B. Osteoporose) wohl überlegt eingesetzt werden. Eine Sonderform der Therapie ist die Hyposensibilisierung bzw. Desensibilisierung.

 

Zell-Vitalstoffe

Zell-Vitalstoffe beeinflussen direkt und indirekt das allergische Geschehen. Hierzu nochmals in Kurzform die Vorgänge des Geschehens im gesunden Körper, die im Falle einer Allergie ebenfalls zum Tragen kommen: Zellen durchwandern das Bindegewebe, um im Körper verschiedene Funktionen zu erfüllen.

Das Bindegewebe ist dabei eine natürliche Barriere, die diese Zellen überwinden müssen. Da das Bindegewebe hauptsächlich aus Kollagen besteht, nutzen Zellen spezielle Enzyme, die das Kollagen ähnlich wie eine Schere durchtrennen können. Dieses Prinzip nutzt der Körper für Vorgänge wie dem Eisprung, der Abwehr von Krankheiten und bei Entzündungen. Die Anwendung der Zellular Medizin bei Allergien leitet sich daher von diesen Vorgängen, speziell der Entzündung ab.

Bei chronischen Entzündungen produzieren die Abwehrzellen so große Mengen an kollagenauflösenden Enzymen und Vermittlerstoffen wie Histamin, dass die Reaktion überschießt. Das Bindegewebe und die körpereigene Regulation des Abwehrsystems sind durch die Überreaktion und einen Zell-Vitalstoffmangel geschwächt. Je ausgeprägter der Mangel ist, um so heftiger machen sich die Reaktionen bemerkbar.

 

Notwendige Maßnahmen sind:

  • die direkte Hemmung der kollagenauflösenden Enzyme – durch die Hemmung der Enzyme kann die Entzündung zur Ruhe kommen
  • die Hemmung der Entzündungsvermittler – die nebenwirkungsfreie Hemmung von Histamin
  • die Stabilisierung des Bindegewebes – ist besonders wichtig für die langfristige Behandlung
  • das Abfangen freier Radikale - werden bei Abwehrreaktionen und Entzündungen vermehrt gebildet.

Bei Verkrampfung der Bronchialmuskulatur (Bronchialasthma) ist es notwendig Zell-Vitalstoffe einzusetzen, die durch die Histaminwirkung verkrampfte Bronchialmuskulatur entspannen. Tag für Tag ist unser Organismus den Angriffen von Krankheitserregern und Schadstoffen aus der Umwelt ausgesetzt. Wer dem allen widerstehen will, wer gesund und fit bleiben möchte, braucht starke Abwehrkräfte. Für die nötige Power sorgt die richtige Kombination aus Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren.

 

Zell-Vitalstoffe in der Behandlung von Allergienalt

 

Zahlreiche Studien aus der Vitaminforschung belegen die synergetische Wirksamkeit der Mikronährstoffe:

Lysin und Prolin: Stabilisierung des Bindegewebes, Lysin hemmt kollagenauflösende Enzyme

Grüner Tee-Extrakt (EGCG): Hemmung der kollagenauflösenden Enzyme, wirkt antioxidativ

Chondroitinsulfat, N-Acetylglucosamin: Stabilisierung des Bindegewebes

Arginin: Entspannt glatte Muskelzellen

Vitamin C: Stabilisierung des Bindegewebes, hemmt Histamin, wirkt antioxidativ

Vitamin E: schützt als Antioxidans die Zellwände

N-Acetyl-Cystein: wirkt direkt antioxidativ, wichtig für die Produktion von Glutathion (Antioxidans)

Kupfer: Stabilisierung des Bindegewebes, Abwehr freier Radikale

Mangan: Bestandteil des antioxidativen Abwehrsystems, an Bildung von Chondroitinsulfat beteiligt

Selen: Bestandteil des antioxidativen Abwehrsystems

Pycnogenol: Unterstützt die Wirkung von Vitamin C, wirkt antioxidativ

alt

 

 

Hinweis:

Diese Informationen sind ausschließlich für alle Interessierte und zur Fortbildung gedacht. Bitte nehmen Sie die Informationen keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte erst Ihren Arzt. Sollten Sie die Zellular Medizin zusätzlich in Anspruch nehmen, so informieren Sie ebenfalls erst Ihren Arzt oder Ihre Ärztin darüber.